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„…auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt"
(Prediger 3,11)

Projekt Bethesda


Da die Not der Menschen in Paraguay David und Lilli Domke aus Lage gepackt hat machten sie sich auf den Weg nach Südamerika um zu helfen.

Auch Andreas und Edith Truderung aus Dillenburg haben von Gott die Berufung bekommen in Paraguay mitzuhelfen.

Ende 2007 kamen sie ins Land und begannen ihre Arbeit im abgelegenen Inland.

Die Ausgangslage

Die Ausgangslage

Die Medien liefern genügend Bilder und Berichte über die Armut in manchen Ländern und doch spiegeln diese nur einen Bruchteil der Wirklichkeit wider. Die soziale und geistliche Not der Menschen ist unbeschreiblich groß in Paraguay. Insbesondere der Anblick der Straßenkinder ergreift das Herz. Das Milieu der Straße hat so eine gewaltige Wirkung auf die heranwachsende Generation des Landes, dass die meisten der Straßenkinder große Schwierigkeiten haben von der Straße wegzukommen. Ein ganz geringer Prozentteil der Straßenkinder, denen Hilfe in Tagesstätten oder Pflegefamilien angeboten wird bleibt tatsächlich im geordneten, sozial gesicherten Leben. Erstaunlich viele werden rückfällig und landen im alten Sumpf der Kriminalität und der Drogenszene, sexueller Perversität und geistig-geistlicher Abstumpfung. Es sind überwiegend Kinder aus dem Inland, deren Eltern häufig nicht im Stande sind ihre Kinder zu versorgen. Die Kinder müssen sich, von der Not und den eigenen Eltern gezwungen, irgendwie in der Stadt durchschlagen. Oft müssen sie dabei sogar noch Geld für ihre Familien verdienen.

Die Lage der Menschen in Paraguay, insbesondere der Generation der Zukunft, ist katastrophal.

 

Die Vision

Die Vision

„Denn Gott will, dass allen Menschen geholfen werde, und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“

Der Kern der Hilfe für ein Straßenkind ist die Stärkung der Familienstruktur. Die eigene Familie ist der Ort, an dem es wieder aufgefangen und in das Leben begleitet werden kann. Das Evangelium Jesu Christi als „Gebrauchsanweisung für das Leben“ soll sinngebend auf die Menschen einwirken und sie in dieser Hinsicht zu verantwortungsvollen Eltern verändern. Ein gläubiger Mensch wird im Gottvertrauen neue Möglichkeiten zur Veränderung der sozialen Situation von dem eigentlichen Versorger aller Menschen bekommen. Durch diese Familienstärkung wird auch vorbeugend für die Straßenkinder gearbeitet.

Unser Bemühen und unser Gebet sind, dass geistliche Erweckung und eine Verbesserung der sozialen Not in die Familien des Landes kommen. Nur Gottes Kraft kann dies bewirken.

 

Aktuelle Situation

Aktuelle Situation

Die Konzentration des Dienstes liegt nun in zwei Richtungen gleichermaßen: missionarisches Wirken unter den Paraguayern und in den Siedlungen und Aufbau einer missionarisch-evangelistischen Gemeinde in der Kolonie.

Es werden intensivere Kontakte zu den Bewohnern der Gegend aufgebaut und dabei beide Sprachen erlernt, Spanisch und Guarani. Sobald die sprachliche Verständigung besser ist soll durch die Beschäftigung mit den Kindern ein noch besserer Zugang zu den Familien geschaffen werden.

Mittlerweile hat sich aus einigen Familien innerhalb der Kolonie der Kern einer christlichen Gemeinschaft gebildet. An Sonntagen werden regelmäßig Gottesdienste mit reichhaltigem Programm gefeiert zu denen die anderen Koloniebewohner immer eingeladen sind. Und einige kommen auch. Die Festtagsgottesdienste wie Weihnachten oder Ostern werden sehr gut besucht. Innerhalb der Woche findet ein Glaubenskurs statt und auch Kinder- und Jungscharstunden werden durchgeführt. In Zukunft soll auch für die Jugendlichen etwas angeboten werden.

Insgesamt kommt es bei der Arbeit sehr stark auf die persönliche Evangelisation an. Durch das alltägliche Leben mit Gott können die Menschen im Umfeld Gott kennen lernen.

 

Der Einsatzort

Der Einsatzort

Die Gegend im „Departemo Caazapa“ ist eine der ärmsten Flecken Paraguays. Die nächste Asphaltstraße ist 90km entfernt. Schlecht befahrbare Lehmstraßen führen zu den Siedlungen der Menschen, die in katastrophalen Lebensumständen fernab der Zivilisation ihr Dasein fristen. Es gibt keinerlei Gewerbe und somit keine Möglichkeit sich für das tägliche Brot etwas Geld zu verdienen. Armut pur. Im Überlebenskampf kommt es oft zu Raubüberfällen, die manchmal tödlich enden.

Statistisch gesehen sind zwar ca. 80% der Paraguayer katholisch, es herrscht aber eine starke Vermischung mit Elementen aus anderen Religionen, wie der Naturverehrung, Geister- und Ahnenkult, u.Ä. Schamanen haben in den Siedlungen einen sehr hohen Stellenwert. Über 90% der Erwachsenen sind Analphabeten. Für die Kinder wurden zwar einige Schulen von der Regierung organisiert, aber dort wird hauptsächlich in der alten Indianersprache Guarani gesprochen. Spanisch wird als die Sprache der Herren angesehen und dementsprechend von wenigen beherrscht.

In diese Abgeschiedenheit hat sich die neue russlanddeutsche Kolonie begeben. Die Bewohner der Kolonie kommen aus einem ehemals kommunistischen Land mit stark atheistischer Prägung. Durch die Umsiedlung nach Deutschland haben sie einiges an „Christlichem“ kennen gelernt. Die meisten sind entweder übersättigt oder stehen dem Glauben an Gott sehr distanziert bis feindlich gegenüber. Es hat die Missionarsfamilien Domke und Truderung einige Überwindung gekostet, den Weg in diese Gegend von Gott zu akzeptieren. Heute freuen sie sich, dass der Herr sie in zwei Hinsichten gebrauchen kann: für die Menschen des Landes und für die eigenen Landsleute.