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Christen, die beten, sind wie Säulen, die das Dach der Welt tragen. (Luther)

Familie August Klassen


Der Weg zu Gott

Eldon und Edeltraud August Klassen mit Gianni, Timo und Nadia

Ich (Eldon) bin in einem christlichen Elternhaus in Paraguay aufgewachsen. Meine Eltern haben aktiv in der Gemeinde mitgearbeitet und ich besuchte den Kindergottesdienst. Mit 9 Jahren erlebte ich zwar eine Bekehrung, aber ich bekam keine lebendige Beziehung zu Jesus Christus. Bedingt durch negative Erfahrungen mit Christen sagte ich mich im Teenageralter bewusst vom Glauben an Gott los. In den darauf folgenden Jahren versuchte ich mit aller Gewalt der Gesellschaft meine Rebellion gegen meine Eltern zu zeigen. Als Alkoholiker zog ich mit 20 Jahren von Zuhause aus und gründete 600 km weiter, in einer anderen Kolonie, meinen Hausstand.

Die neue Situation machte mich in allen Lebenslagen unsicher. Zuerst genoss ich die große „Freiheit“, suchte mein Vergnügen in Alkohol, Zigaretten, Disco und entsprechenden Gesellschaften. Bis einige Christen anfingen, sich um mich zu kümmern und mich immer wieder in ihre Veranstaltungen einzuladen. So kam es, dass ich mich 1993 auf einem Jugendcamp zu Jesus Christus bekehrte. Nach einem Jüngerschaftskurs ließ ich mich einige Monate später taufen und in die Gemeinde aufnehmen. Ein Jahr darauf begann ich mit der Bibelschule.

In meinem alten Leben hatte ich viel kaputt gemacht und so wollte ich mein Leben wieder neu ordnen. Der geschützte Raum einer Bibelschule war dazu ideal. Nach dem Abschluss der Bibelschule ging ich wieder meinem Beruf als Dreher nach und diente in der Gemeinde als Prediger und Dirigent. Anfang 1999 zogen wir der Arbeitsstelle wegen um. Dort arbeitete ich als Therapiehelfer mit Suchtkranken. Zusätzlich zum Predigt- und Chordienst wurde ich 2002 zum Jugendleiter gewählt. Diese Zeit hat mich in meinem Glaubensleben geprägt. Es zeigten sich einige Aspekte in meinem Leben, die der Nacharbeit bedurften. So bin ich der Gemeinde und den Geschwistern dafür dankbar, dass sie mir Zeit und Raum zum Wachstum gaben.

Auch Edeltraud wuchs sehr behütet in einer christlichen Familie auf. Bereits als Kind entschied sie sich für ein Leben mit Christus und lebt diese Entscheidung bis heute. Nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester ging sie mit mir zwei Jahre zur Bibelschule.

Weil in Paraguay die Studienangebote begrenzt sind, bot man uns an, ein weiteres Studium im Ausland aufzunehmen. Im Februar 2003 zogen wir deshalb nach Deutschland, wo ich nach einer Eingewöhnungs- und Arbeitsphase das Studium an der Akademie für Mission und Gemeindebau (FTA) in Gießen begann. Nach dem Abschluss 2006 machte ich noch ein Studium an der Akademie für christliche Führungskräfte, sowie ein Masterstudium an der UNISA. Diese Studien und auch die Zeit in Deutschland empfand ich als sehr wertvoll. Ich kam mit vielen unterschiedlichen Fragen aus der Gemeindepraxis und konnte sie in den verschiedenen Unterrichtseinheiten aufarbeiten.

Die Ausbildung

Die Ausbildung

Auch für Edeltraud war die Zeit in Deutschland sehr wertvoll. Hier hatte sie die Gelegenheit zwei Fortbildungen im medizinischen Bereich zu machen. Einmal zur Masseurin und einmal zur med. Fußpflegerin.

 

Ziel

Ziel

Nach dieser Arbeits- und Studienzeit in Deutschland sehen wir uns als Familie gerufen, nach Paraguay zurück zu gehen, um den Missionsbefehl Jesu auszuführen und den Gemeinden zu dienen.

In den kommenden drei Jahren soll unsere Arbeit im Auftrag von LOGOS International auf ehrenamtliche und nebenberufliche Art ausgeführt werden. Es geht uns darum, Beziehungen zwischen den Gemeinden in Paraguay und dem Missionswerk LOGOS zu knüpfen. Wir möchten das Missionsfeld Paraguay untersuchen und mögliche Projekte aufzeigen. Da wir das Land und die Leute kennen, möchten wir den LOGOS-Missionaren Familie Domke und Familie Truderung Hilfestellung in der täglichen Arbeit vor Ort geben. Auch sollen freiwillige Jugendliche für ein Kurzzeiteinsatz, bzw. ein Freiwilliges Soziales Jahr nach Paraguay vermittelt werden