Ruben und Elsa Farias Torres leiten seit Dez. 2010 die Arbeit in Rebouças.
Rebouças ist eine Kleinstadt mit ca. 13000 Einwohnern im Süden Brasiliens die den Beinamen "Capital da amizade" (Stadt der Freudschaft) trägt. Die meisten Menschen leben in armen Verhältnissen und verdienen ihr Geld in der Landwirtschaft oder Holzverarbeitung. Die Jugendlichen haben sehr wenig Perspektiven und gehen in die größere Städte, um beruflich weiterzukommen. Diejenigen von ihnen, die wenig Bildung haben, müssen sich mit einfachen Jobs zufrieden geben, oder verstricken sich in Drogen und Alkoholkonsum. Die Verhältnisse in vielen Familien ist besorgniserregend, fehlende Hygiene, mangelnde Erziehung und viele geschiedene Ehen wirken sich negativ auf die Kinder aus. An dieser Stelle wollen die Missionare ansetzten und den armen Familien durch das Angebot der Kindertagesstätte helfen. Aber auch den vielen geistlichen Bedürfnissen und Nöten der Menschen soll durch den Einsatz der Gemeinde vor Ort Hilfe zukommen.
2000 eröffneten Viktor & Ina Petker eine Tagesstätte in gemieteten Räumen. Diese Arbeit wurde mit 9 Kindern, die nur am Nachmittag betreut wurden begonnen. Die Arbeit wuchs, es wurden mehr Kinder aufgenommen und mehr brasilianische Mitarbeiter eingestellt. Mittlerweile betreuen drei Erzieherinnen ca. 45 bis 50 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren, außerdem gibt es eine Köchin, eine Putzfrau und eine Koordinatorin. 2003 begann man mit dem Bau eines Gebäudes für die Tagesstätte, seit April 2005 findet die Betreuung in diesem neuen Gebäude statt.
Die Kinder sind von 8.00 bis 17.00 Uhr in der Tagesstätte. Sie erhalten drei Mahlzeiten am Tag. Es wird viel Wert auf pädagogische Aktivitäten wie malen, basteln, Zahlen & Buchstaben lernen gelegt. Die Kinder haben die Möglichkeit zu spielen drinnen und vor allem draußen, auf dem Spielplatz. Es gibt Schaukeln, Sandkasten und auch eine Rutsche. Die Kinder hören gerne biblische Geschichten, singen Lieder und lernen Bibelverse auswendig. Jeden Freitag findet ein Kindergottesdienst statt, den die Kinder selber gestalten mit Hilfe der Erzieherinnen. Am Ende jedes Monats gibt es eine Geburtstagsfeier für alle Kinder, die in diesem Monat Geburtstag hatten.
Im Laufe des Jahres gibt es einige Sonderveranstaltungen: Im Mai ein Muttertag-Frühstück mit den Müttern der Tagesstätten-Kinder. Im August einen Vatertag-Nachmittag mit den Vätern & Kindern und im Oktober ein Kinderfest zum Kindertag. Das schönste Fest ist im Dezember - eine Weihnachtsfeier mit Eltern & Kindern.
Die Arbeit der Tagesstätte wird durch Patenschaften in Deutschland getragen. Viktor & Ina Petker kehrten am 01.04.2008 nach Deutschland zurück, dannach übernahm Adina Schmidt, die seit 2005 in Brasilien war, die Arbeit in der Tagesstätte, doch auch sie kehrte im Sept. 2010 nach Deutschland zurück, da ihr Visum nicht verlängert wurde.
Nachdem auch Willi und Ina Grabowski Visumbedingt Brasilien verlassen mussten, sind nun seit Dez. 2010 Elsa und Ruben Farias Torres in Reboucas und ein Segen für die Menschen vor Ort. Elsa hatte zuvor schon in Imbituva in der Tagesstätte gearbeitet.
Mit Hilfe brasilianischer Mitarbeiter, begannen deutsche Missionare den Aufbau einer Gemeinde in Reboucas. Die Arbeit begann 1999 mit Hauskreisen und Altkleiderverteilung unter den armen Menschen. Später wurden zusätzlich wöchentliche Gottesdienste angeboten und im Februar 2005 wurde die Gemeinde selbstständig. Heute wird die Gemeinde von dem brasilianischen Pastor Paulo Roberto Cuduh geleitet. Die Gemeinde hat ca. 30 Mitglieder. Die meisten Mitglieder sind Frauen. Zu den Gottesdiensten kommen leider nur wenige Teenager & Jugendliche.
Dienstags Abend finden zwei Hauskreise statt. Freitags abends ist Bibel- und Gebetsstunde und Sonntags Abend der Gottesdienst. Während dem Gottesdienst wir eine Kinderstunde angeboten. Zusätzlich werden während der Woche Bibelstudien mit interessierten Personen abgehalten.