Seit Anfang Juli befindet sich ein gemischtes Team vor Ort und unternimmt viele Einsätze in den unterschiedlichen Camps.
Sie helfen medizinsch (vor allem durch Wundversorgungen und Physiotherapie) kochen für die vielen Kinder und lenken sie von ihrem Elend etwas ab, indem sie sich mit ihnen beschäftigen, Spiele spielen und Spaß haben.
Mehrfach wurden Einsätze in dem Camp Canaan 2 gemacht wodurch das Vertrauen zu den Menschen besser aufgebaut werden konnte, und To All Nations evtl. ein Projekt in Zukunft starten kann.
Durch das Erdbeben ist die Anzahl der Waisenkinder gestiegen, und es sind zu wenig Einrichtungen, die diese Kinder auffangen und sie versorgen können. Wir möchten als Missionswerk 60 Kindern aus dem Camp Canaan 2 eine neue Lebensperspektive geben. Helfen Sie mit und unterstützen sie ein Kind durch eine Patenschaft. Ein Kind aus dem Camp hat uns kurz von seiner Situation berichtet:
bin 12 Jahre alt und lebe zurzeit in Canaan 2 (einem Obdachlosen-Camp, außerhalb von Port au Prince). Bisher hatte ich noch nie die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Als ich 10 Jahre alt war, ist mein Vater an einer Krankheit im Kopf gestorben. Auch meine Mutter starb zu dieser Zeit - ich weiß nicht woran. Seit diesem Zeitpunkt lebte ich bei meiner Tante, die sich um mich kümmerte.
Beim Erdbeben war ich auf der Straße. Als es so stark wackelte, fiel ich hin und suchte mir schnell einen Baum, an dem ich mich fest klammerte, bis das Wackeln aufhörte. Dann lief ich zu dem Haus meiner Tante und zum Glück war ihr und dem Haus nichts passiert.
Durch das Erdbeben verlor meine Tante ihren Job als Waschfrau. Somit konnten wir die Miete von dem Haus nicht mehr bezahlen und mussten nach Canaan 2 ziehen.
Hier lebe ich jetzt mit meiner Tante und ihrem Sohn in einem Zelt. Ich schlafe auf einem Stück Karton. Meine Tante hat immer noch keinen Job gefunden und deswegen haben wir auch kein Essen. Wenn unsere Nachbarn uns was zu essen geben, sind wir froh. Wir haben auch sonst keine Kleidung und Schuhe besitze ich auch nicht.
Wir sind dankbar für Menschen die Gott für Haiti beruft und sich für ihn einsetzen.
Andreas Bonin ist zur Zeit vor Ort und baut Möbel (Betten, Tische und Stühle) für das Missionshaus.
Bevor im Refugee Camp das Hilfsprojekt gestartet werden kann, muss das Missionshaus mit dem Nötigen ausgestattet sein, damit Einsatzgruppen aufgenommen werden können.
Am 9. Juni kommt Andreas Urhan für 6 Wochen zur Hilfe, und wird außerdem auch die Vorbereitungen für die Hilfseinsätze im August und September treffen.
Am 17. Mai sind wir wieder wohlbehalten in Deutschland angekommen. Es waren für uns sehr eindrucksvolle Wochen und wir möchten allen Betern herzlich danken. Wir haben deutlich gespürt, wie Gott uns jeden Schritt begleitet hat.
Die Lebensmittelverteilung, am 12. Mai, hat sehr gut funktioniert. Es sah zuerst so aus als würden andere, die nicht zu dem Camp gehörten, Probleme machen, aber es hat sich dann alles beruhigt und lief friedlich ab. Jeder freute sich über diese Hilfe.
Wir haben in einem Stadtteil von Port-au-Prince, Delmas, ein Haus für die Missionsstation gefunden. Es ist sehr gut gebaut und hat das Erdbeben ohne Risse überstanden. Dieses Haus muss jetzt eingerichtet werden, anschließend können die ersten Helfer und Missionare dort einziehen. Hier können dann auch diejenigen sicher wohnen, die am Einsatz (vorauss. Im August) auf dem Camp teilnehmen möchten.
Zur Zeit ist eine Gruppe, bestehend aus 9 Personen, aus Schwäbisch Gemünd in Haiti, in Leogan. Sie haben hier eine neue Schule für ca. 150 Kinder gebaut, denn die alte wurde vom Erdbeben zerstört. Heute, am 25.05., fliegen sie wieder zurück.
Am 9. Mai traf sich Maria mit 12 Frauen, um ihre Nöte besser kennen zu lernen. Viele von ihnen haben berichtet, wie sie das Erdbeben überlebt haben. Einige dieser Berichte können sie dem link Lebensberichte entnehmen.
Wir bitten Sie, die Hilfsaktion für die Opfer des Erdbebens mit einer Spende zu unterstützen. Bitte beten Sie auch für die Menschen in Haiti.