
Ich bin in einer ungläubigen Familie in der Ukraine (23.05.71) geboren. Meine Mutter schrieb bei anderen Leuten Gebete ab, und lehrte sie uns. Ich musste das Gebet "Vater unser" auswendig lernen. Ich glaubte, dass es Gott gibt. Bei uns zu Hause hingen an den Wänden Ikonen, und ich glaubte, dass sie und andere Sachen, die in der orthodoxen Kirche geweiht sind, eine Kraft haben und in bestimmten Fällen des Lebens helfen können. Zu dem Zeitpunkt hatte ich folgende Vorstellung vom Christsein: man muss in die orthodoxe Kirche gehen und dort Kerzen anzünden. Und um Vergebung der Sünden zu bekommen, muss man beim Priester beichten. Ich wunderte mich über die Menschen, die dem Priester alles erzählen (beichten) konnten, aber danach das Gleiche weiter taten. Ich schämte mich, ihm die ganze Wahrheit zu sagen (ich dachte, er würde mir nicht alles vergeben) und gleichzeitig hatte ich Angst die Unwahrheit zu sagen. Und ich wünschte mir nur eins: dass der Priester mich nicht all zu viel fragt.
Ich lebte in der Welt, rauchte und trank Alkohol, aber Gott arbeitete in meinem Herzen durch verschiedene Situationen, die ein sehr schlechtes Ende, oder sogar mit dem Tod enden könnten. Gott bewahrte mich und zeigte mir, dass Er mich liebt. Ich fing an über den Sinn des Lebens nachzudenken. Im Januar 1996 habe ich mich bekehrt und fünf Monate später wurde ich auf meinen Glauben getauft.
Nachdem ich zu Gott gekommen bin, fing der Heilige Geist an, in meinem Herzen zu wirken, und mein Leben veränderte sich. Ich wurde frei von der Abhängigkeit des Rauchens und des Alkohols. Ich fing an, die Wahrheiten des Wortes Gottes zu verstehen und sah alles mit anderen Augen. Durch Gottes Barmherzigkeit erhielt ich die Vergebung der Sünden, die Errettung und das ewige Leben. In dem Bewusstsein, dass jeder wiedergeborene Christ ein Heim im Himmel hat, wo er auch hinstrebt, wünsche ich, dass nicht nur ich, sondern auch meine Verwandten, Bekannten und andere Menschen, die falsche Vorstellungen (wie auch ich zu meiner Zeit) von der Vergebung, dem Glauben, vom ewigen Leben, von der Liebe Gottes haben, Jesus Christus, den Sohn Gottes in ihrem Leben finden. Dass sie Ihm ihr Herz anvertrauen und sich mit Gott versöhnen und ewiges Leben bekommen.
Nach meiner Bekehrung fing ich an, von dem zu erzählen, was Jesus für mich getan hat und wie mein Leben sich verändert hat. Ich beteiligte mich auch am Predigen des Wortes Gottes. Nachdem ich meine Frau kennen gelernt habe, begann ich bei der Kinderarbeit mitzuarbeiten.
Jesus sagt: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich." Gottes Liebe in meinem Herzen bewegt mich, ein Missionar zu sein, an dem Ort, wo ich mich befinde, um vielen Menschen, denen der Satan die Augen für die Wahrheit verblendet hat, auf die Wahrheit - Jesus Christus - hinzuweisen.
Ich bin in Russland (Südural) 1969 geboren. Von meinen gläubigen Eltern und durch das Besuchen der Gottesdienste wusste ich schon recht früh, dass ich ohne Bekehrung verloren gehe. Mit neun Jahren, als ich mich viel mit der Frage: "Was ist, wenn ich sterbe?" beschäftigt hatte, bat ich Gott um Vergebung meiner Sünden und dass Er in mein Leben kommen sollte. Mit 13 Jahren habe ich einen Neuanfang mit Jesus gemacht, da ich gemerkt habe, dass meine Beziehung zu Gott nicht in Ordnung war. Mit 18 Jahren ließ ich mich auf den Glauben an Gott taufen.
Als ich 20 Jahre alt war, reisten wir nach Deutschland aus. Die erste Zeit des Einlebens war nicht einfach. Mich beschäftigte in dieser Zeit die Frage nach dem Sinn des Lebens eines Christen. Ich spürte, dass in meinem geistlichen Leben etwas fehlt. Gott zeigte mir dann, dass der Sinn des Lebens mit Gott folgender ist: Ihn zu verherrlichen. Diese Erkenntnis hat meinem geistlichen Leben eine neue Perspektive gegeben. In dieser Zeit hat Gott mir auch den Wunsch gegeben, anderen Menschen weiterzusagen, dass Jesus erfülltes Leben gibt. So kam es auch dazu, dass ich zur Bibelschule Brake ging, die ich 1997 absolvierte.
Mein letztes Praktikum habe ich in der Ukraine gemacht. Dort hat Gott mein Herz bewegt, in der örtlichen Gemeinde mit regelmäßiger Kinder- und Jugendarbeit anzufangen. Drei Jahre war ich dort im Einsatz. Während dieser Zeit lernte ich meinen Mann Volodymyr kennen. Im November 2002 haben wir geheiratet.
Während wir in Deutschland lebten, haben wir uns oft die Frage gestellt: "Wo will Gott uns haben?" Wir beteten um Seine Führung. Und Gott hat es uns auf's Herz gelegt, in einem Dorf in der Ukraine (Gebiet Chmelnitskij) mit Gemeindegründungsarbeit anzufangen.
So sind wir im Sommer 2006 als Familie (inzwischen haben wir zwei Söhne und eine Tochter: Dima, Denis und Dascha) in die Ukraine ausgereist.
Die Schwerpunkte unseres Dienstes dort sind: persönliche Evangelisation, Kinderarbeit und Predigtdienst.
Wir haben vor, regelmäßig Gottesdienste und Kinderstunden durchzuführen (womit wir in den letzten zwei Sommereinsätzen schon begonnen haben). Da man auf dem Dorf auf gegenseitige Hilfe angewiesen ist, hat man auch die Chancen, im Miteinander persönlich zu evangelisieren. Andererseits ist es auch eine Herausforderung, ein Vorbild zu sein.
Die meisten Menschen vor Ort sind orthodox, viele sind aber auch in ihrem Denken noch sehr vom Kommunismus geprägt. Besonders in den Dörfern herrscht noch sehr viel Aberglaube und die damit verbundene Angst. Unter den Ukrainern gibt es viele, die musikalisch begabt sind - sie lieben Musik. Somit hat man auch die Möglichkeit, die Menschen mit Musik und Liedern zu evangelisieren. Bitte betet, dass Gott uns Weisheit und Mut gibt, den Menschen von Jesus weiterzusagen.
Wir freuen uns und sind dankbar, dass unsere Heimatgemeinde in Barntrup bereit war, uns auszusenden und uns zusammen mit dem Freundeskreis im Dienst unterstützt. In der Ukraine arbeiten wir mit den Nachbargemeinden und der Baptisten Union zusammen.