„Wie aber sollen die Menschen zu Gott beten, wenn sie nicht an ihn glauben?
Wie sollen sie zum Glauben an ihn kommen, wenn sie nie von ihm gehört haben?
Und wie können sie von ihm hören, wenn ihnen niemand Gottes Wort sagt?
Wer aber soll Gottes Wort sagen, ohne dazu beauftragt zu sein?“
Röm. 10,14-15

Lilia Buss ist im April 1974 in Kasachstan, Dshetisaj geboren. 1980 sind sie als Familie nach Deutschland, Detmold, umgezogen.
„1981, mit sieben Jahren, bekannte ich in Gegenwart meiner Mutter meine Sünden und übergab mein Leben Jesus Christus.
1989 liess ich mich in meiner Heimatgemeinde, der Evangeliums Christen Brudergemeinde in Detmold, Taufe.
Das Hauswirtschaftsjahr, das diakonische Jahr in der Behindertenanstalt Eben Ezer und die Ausbildung zur Altenpflegerin bereiteten mich gut auf meinen Missionseinsatz vor.
Als ich 1994 auf einem „Summiteinsatz“ war, wurde ich durch die Bibelarbeiten in der Apostelgeschickte und das Leben der Missionare vor Ort herausgefordert mehr über Mission nachzudenken. Immer wieder beschäftigte mich die Frage: „Was hindert dich in die Mission zu gehen?“ Ich begriff, dass ich selber das größte Hindernis war – andere Argumente und Ausreden zählten nicht.
1997-2000 besuchte ich die Bibelschule in Brake. Danach führte Gott mich in die Gemeindegründungsarbeit nach Ansbach (Heinrich Zimmermann). Ich staune über Gottes Handeln. Schon zu diesem Zeitpunkt hat er mich, ohne mein Wissen, auf das Land und die Sprache vorbereitet. Der Wunsch in die Mission zu gehen war da, auch wenn ich nicht wusste in welche Richtung ich mich bewegen sollte. Deshalb wollte ich zu allererst in Deutschland missionarisch leben - in der Gewissheit dass Gott mich weiter führen wird. In der Gemeinde wurden die Gottesdienste zweisprachig, russisch – deutsch, gehalten. Ebenfalls gebrauchte Gott ein Au Pair Madchen aus dem russischsprachigen Raum, um mich herauszufordern die Sprache zu lernen.
Im Stillen hoffte ich, dass ich wie Timotheus aus Apg. 16, die Berufung in die Mission erleben kommte. Dieser Wunsch wurde erfüllt, als mich Weihnachten 2003 Frieda Reimer von ihrem Vorhaben, nach Kutusowka zu gehen, erzählte. Direkt fragte sie mich, ob ich mir vorstellen könnte mitzukommen. Nach einer Zeit des Gebets und der Prüfung habe ich zugesagt. Gott hat mein Umfeld, meine Gemeinde, meine Freizeit und meinen Beruf für meine neue Aufgabe vorbereitet und gebraucht.
Nun arbeite ich in der Gemeinde in Kutusowka (Ukraine) mit. Meine Aufgabenbereiche sind sehr unterschiedlich. Momentan leite ich mit einheimischen Mitarbeitern die Jungschar und seit Januar bin ich auch Stark im „Haus der Barmherzigkeit“ eingespannt. Sonst gestalte ich noch Gottesdienste und Frauenstunden mit, mache Hausbesuche und gebe mein Wissen aus der Altenpflege an andere Frauen hier im Dorf weiter."