
Der Weg zu Gott und in die Mission
Mit neun weiteren Geschwistern bin ich in einem christlichen Elternhaus (geb. 1961) aufgewachsen. Von früher Kindheit an hörte ich von der Liebe Gottes. Mit zwölf Jahren entschied ich mich bewusst für ein Leben mit ihm als Herrn. Ich wusste, dass ich sündig bin und seine Vergebung brauche, die ich dann auch bekam.
Mit 16 Jahren ließ ich mich auf den Glauben an Christus taufen und wurde Mitglied der Gemeinde. Schon unternahm ich gerne Dinge mit Jungscharlern und Teens und wurde so schnell zur Teenyleiterin. Vor allem aber war mir wichtig, Teenagern, deren Leben oft von Krisen gekennzeichnet ist, Hilfestellung zu geben und sie in der Beziehung zu Gott zu stärken.
Als wir 1988 mit der Familie nach Deutschland umzogen, schlossen wir uns der Gemeinde in Meinerzhagen an. Auch hier wurde ich sofort im Teenagerkreis eingesetzt. Mein Interesse für Kinder und Teenager nahm zu und so war es nahe liegend, dass ich 1993 eine Ausbildung zur Erzieherin machte. 1995 musste ich meinen Dienst im Teenagerbereich der Gemeinde leider abgeben, da ich eine Erzieherstelle im Haus Waldeck bekam. Im Haus Waldeck erwarteten mich Kinder und Jugendliche im Alter von 3-16 Jahren, die gestörte bzw. zerstörte Herkunftsverhältnisse hatten. Hier galt es mit viel Liebe und Feingefühl auf diese Kinder zu zugehen. Ich freue mich, dass Gott mich da gebrauchte und ich auch im Haus Waldeck viel lernen durfte.
Bereits 1992 machte der Herr mir durch sein Wort deutlich, dass er mich im vollzeitigen Dienst gebrauchen möchte. Durch die Jahre in der Ausbildung zur Erzieherin und die danach ausgeführte Tätigkeit im Kinderheim Waldeck, bereitete der Herr mich ganz besonders für meinen jetzigen Dienst vor.
Aufgaben
Heute darf ich in der Kinderarche St. Petersburg Kindern Gottes Liebe weitergeben, die von den Eltern und der Familie verstoßen wurden. Nachdem ich einige Jahre viele organisatorische Aufgaben hatte, darf ich mich heute mit der jüngsten Gruppe beschäftigen. Es sind Kinder, die schon im Vorschulalter zu uns kamen. Momentan sind es sieben Kinder, sechs Mädchen und ein Jungen. Da sie noch nicht zur Schule gehen, müssen sie rund um die Uhr betreut werden. Sie müssen noch viel lernen, was andere Kinder in ihrem Alter bereits können.