Sibirien

Tjumen in Westsibirien

Alexander und Dina Boitschenko
Taufe in Sibirien

Sibirien, früher ein grausamer Verbannungsort, war in den letzten 15 Jahren ein von Gott gesegnetes Erweckungsgebiet. So viele Menschen wurden gerettet, bekamen neue Hoffnung und Perspektive zum Leben. So ist die Arbeit in vielen Bereichen gewachsen - Teenager- und  Jugendarbeit, aber auch im sozialen Bereich in der Betreuung von Kinderheimen und der Sterbeklinik. Im Angesicht des Todes öffnen viele Menschen ihre Herzen. Die härtesten Atheisten werden weich und bekehren sich vor dem Tod.

Von 10 Männern sind 6 Alkoholiker, die Drogenabhängigkeit ist katastrophal. Im Durchschnitt sterben an einer Überdosis Drogen täglich 3-10 Personen im Alter von 18-20 Jahren, meistens Studenten. Die Kriminalität ist entsprechend groß: offiziell wurden in den ersten 8 Monaten des letzten Jahres in Russland 22 500 Morde registriert und 28 000 Raubüberfälle. Die Dunkelziffer liegt allerdings sehr viel höher.

Kein Politiker ist in der Lage dieses Problem zu lösen, weil es eine geistliche Wurzel hat, nämlich Sünde. Jesus ist die einzige Lösung!

Früher waren es die Kommunisten (Atheisten) heute ist es oft die orthodoxe Kirche, die über die Entstehung und Wachstum der freikirchlichen Gemeinden nicht erfreut ist. Da sie über sehr viel Macht verfügt, versucht sie immer wieder durch strenge Religionsgesetze Hindernisse in den Weg zu legen. Trotzt dieser Schwierigkeiten baut der Her seine Gemeinde. Die noch bestehende Freiheit wollen wir nutzen, um die Menschen mit dem Evangelium zu erreichen.  

 

Unsere Ziele

Wir wollen besonders die Gemeindegründungsarbeit in Sibirien fördern, weil wir glauben, dass dies die effektivste Art der Evangelisation ist. Durch Jüngerschaft, persönliche Begleitung und Schulungen wollen wir einheimische Christen zu Leitern vorbereiten. Sie sollen die Leitung von Kleingruppen übernehmen, aus denen dann später Gemeinden entstehen sollen. Auf diese Weise ist in den umliegenden Dörfern von Tjumen schon eine Reihe von neuen Gemeinden entstanden.

Es gibt aber im Norden des Tjumen-Gebietes sibirische Völker wie Chanten, Nenzen, Mansen u.a., die bis jetzt noch kaum erreicht worden sind. Unter diesen kleinen Völkergruppen gibt es viele Schamanen, die dem Teufel dienen und andere damit versklaven. Diese Menschen brauchen dringend die befreiende Nachricht von Jesus Christus! Wir beten, dass der Herr uns die Möglichkeit schenkt, auch diese Völker mit dem Evangelium zu erreichen.  

Auch die materielle Not in Sibirien ist erschreckend groß. Besonderes betroffen sind Kinder. Immer mehr Kinder werden von den Eltern abgeschoben und landen auf die Straße oder in einem Kinderheim. Oft werden diese Kinder misshandelt und missbraucht. Tief in ihren Herzen wächst die Wut und Verbitterung, viele von ihnen werden später zu Kriminellen. Diese Kinder brauchen Liebe! Die Verteilung von Hilfsgütern wie Kleidung und Medikamenten ist oft ein Beweis für diese Kinder, dass sie von Gott geliebt und versorgt werden.

Diese Arbeit ist auf Gebet aber auch finanzielle Unterstützung angewiesen. Sie können Teil haben an dem Reich Gottes in Sibirien, durch Gebet und Spenden. 

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, diese Arbeit vor Ort durch einen Einsatz kennen zu lernen. Je nach Begabung der Einsatzteilnehmer kann ein Programm geplant und in den Gemeinden durchgeführt werden. Im Sommer werden Kinderfreizeiten angeboten.

 

Unsere Missionare

Alexander Boitschenko ist vor 15 Jahren mit seiner Familie aus der Ukraine nach Sibirien gegangen. Seine Berufung war außergewöhnlich. Er bekam einen Anruf von einem Evangelisten, der ihn nach Tjumen eingeladen hat. Nachdem Alexander gebetet hat, bekam er Gewissheit von Gott und begann zu handeln. Er verkaufte sein Haus, um im Glauben in eine fremde Stadt zu gehen, die er noch nie gesehen hat. Sowohl seine Gemeinde als auch seine Verwandten standen seinem Vorhaben sehr kritisch gegenüber. Als er nach Tjumen kam, hatte er nur eine Telefonnummer in der Hand und die Hoffnung, dass jemand ihn abholt und ihm mit der Wohnung hilf. Die Person gab es leider trotz eines Versprechen nicht. So stand er alleine mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern am Flughafen und wusste nicht wohin. Die Versuchung in die Ukraine zurück zu fliegen war groß, doch Alexander blieb trotz der vielen Schwierigkeiten in Sibirien und erlebte, wie der Herr für ihn sorgte und ihn segnete. Kurze Zeit später wurde eine Gemeinde gegründet.

 

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