Evangelisation, Gemeindegründung & Jüngerschaft
Die Menschen in Malawi sind sehr offen für das Evangelium. Für viele bedeutet es eine Befreiung aus der okkulten Welt. Die malawianische Kultur ist sehr stark in diesen satanistischen Methoden verwurzelt. Daher ist eine der Herausforderungen der Gemeinden, die Vermischung des lebendigen Glaubens mit den okkulten Praktiken der traditionellen Naturreligionen. Das hat zur Folge, dass viele Christen unter einem geknechteten Leben zwischen diesen beiden Welten leiden.
To All Nations führt daher zwischen den Regenzeiten immer wieder evangelistische Veranstaltungen durch. Menschen werden eingeladen ein Leben in Freiheit und im lebendigen Glauben zu führen.
In der letzten Zeit legte dabei To All Nations ein besonderes Augenmerk auf den Norden Malawis, wo der Tumbuka-Stamm ansässig ist und es nur sehr wenige Gemeinden gibt. Diese Menschen sind sehr geschäftig und fleißig. Durch die nahe Grenze zu Tansania, ist der Handel mit dem Ausland sehr leicht möglich. Dies führt dazu, dass die Menschen mehr damit beschäftigt sind, ihren Geschäften nachzugehen, als geistlich zu wachsen oder Gott zu suchen.
Die Arbeit der Evangelisten und Pastoren
Über Patenschaften aus Deutschland werden fast 50 Evangelisten und Pastoren in Malawi und Mozambique unterstützt. Diese Evangelisten sind Absolventen der Bibelschule ZACOM und werden überwiegend in Gemeindegründungsgebieten eingesetzt. Durch ihre Arbeit ist der Gemeindeverband stark gewachsen.
Die Art und Weise, wie viele Gemeinden gegründet wurden, ist sehr interessant. Ein evangelistisches Team wird zusammengestellt und sie fahren in einen der Orte, wo eine neue Gemeinde gegründet werden soll. Auf einem öffentlichen Platz bauen sie dann ihre Musikinstrumente und -Anlagen auf, singen, zeigen Videoclips christlicher Lieder und auch den Jesus-Film. Anschließend kommt dann eine feurige, evangelistische Predigt. Jedes Mal folgt eine ganze Reihe von Menschen dem Bekehrungsaufruf, von denen sich auch einige zu einer konsequenten Nachfolge entscheiden.
Das Team nimmt auch mehrere der Evangelisten mit, denen ein Einsatzort zugewiesen wird. Der Evangelist wird dann zusammen mit seiner Familie in diesem Ort mit den Neubekehrten gelassen und der Rest des Teams zieht weiter. Meistens ist noch überhaupt nichts vorhanden, nicht einmal ein Haus, wo die Familie bleiben kann. Die Gemeindemitglieder kümmern sich um ihren „neuen“ Pastor. Für die ersten paar Tage wird die Familie des Evangelisten bei einem der Neubekehrten untergebracht und sie suchen dann zusammen, wo er längerfristig bleiben kann. Es wird auch dafür gesorgt, dass die Familie des Pastors mit Nahrung versorgt wird. Der Evangelist wiederum arbeitet mit den Neubekehrten und führt sie in die Nachfolge Jesu. Sofort beginnt er auch mit der evangelistischen Tätigkeit. Er geht von Haus zu Haus, lernt die Leute kennen, macht Krankenbesuche und spricht mit ihnen über Jesus Christus. In vielen Orten sind die Menschen sehr offen für das Evangelium und viele entscheiden sich für Christus durch die Besuche des Evangelisten. Anschließend kommen sie in die Gemeinde. Die evangelistische Tätigkeit wird zum größten Teil während der Woche gemacht und am Sonntag wird ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert.