Liebe Missionsfreunde,
wir bedauern es sehr, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Wilhelm Daiker von seinem Amt als Missionsleiter zurückgetreten ist. Seinen Schritt möchte er Ihnen selbst erklären:
„Ich habe Fehler gemacht, für die ich mich bei Ihnen entschuldige, denn sie haben zu großen Erschütterungen für das Missionswerk geführt. Meine ehrliche Hoffnung war es, dass durch die Hinweise auf die Möglichkeit der TXL-Finanzierung unseren Mitarbeitern geholfen wird. Unglückerweise hat es umgekehrt zu einer zusätzlichen Belastung für manche von Ihnen geführt, wofür ich mich von Herzen entschuldige. Daraus ziehe ich die persönliche Konsequenz, indem ich mein Amt als Missionsleiter niederlege und mich auch vom Vorstand verabschiede.
Für die Unterstützung der letzten Jahre möchte ich mich bei Ihnen herzlich bedanken. Die Zahl der Freunde und Spender hat sich verfünffacht und das ist für uns ein Geschenk Gottes. Viele von Ihnen kenne ich persönlich und möchte mich deswegen auch persönlich für Ihre Unterstützung, Ihre Gebete, Ihre Ermutigungen und freundlichen Segenswünsche in den letzten Jahren bedanken. Gott hat durch Sie unsere Missionsarbeit ermöglicht. Ein herzliches Dankeschön für Ihre Treue!
Seit Herbst letzten Jahres arbeiten wir schon an der lange geplanten Umstrukturierung im Werk. Ich bin froh, dass ein gutes und kompetentes Team die Arbeit weiterführen wird. Bitte rechnen Sie nicht meine Fehler dem Missionswerk zu und vergeben Sie mir, wenn ich Sie enttäuscht habe.“
Waldemar Harder hat die Aufgaben des Missionsleiters kommissarisch übernommen und wir möchten Sie bitten, ihn in dieser Aufgabe zu unterstützen und für ihn zu beten.
Im Namen des Vorstandes bedanken wir uns von Herzen bei Wilhelm Daiker für seinen aufopferungsvollen Dienst. Wilhelm und Irmi Daiker haben den allergrößten Respekt und Anerkennung verdient. Sie haben den maßgeblichen Anteil daran, dass unser Missionswerk und die Projekte in den letzten 10 Jahren so stark gewachsen sind. Gott hat Wilhelm dazu gebraucht um die berufenen Missionare und Mitarbeiter in den Dienst zu stellen und um viele neue Projekte anzustoßen. Unser Gebet und Wunsch ist es, dass Wilhelm auch in der Zukunft mit seinen Gaben und Erfahrungen Gott dienen wird.
An dieser Stelle distanzieren wir uns von der TXL und ihrem Konzept. Was wir vor allem damit meinen ist, dass Vertrauen durch geistliche Leiter in Finanzgeschäfte zu gewinnen, falsch ist. Wir entschuldigen uns für unser Fehlverhalten.
Wir bestätigen Ihnen, dass alle Spendengelder, die wir erhalten haben, niemals zweckentfremdet eingesetzt wurden. Es wurden zu keiner Zeit Gelder für Devisenhandel eingesetzt. Jede Spende, die beim Missionswerk eingegangen ist, wurde auch ordnungsgemäß verwendet. Die Buchhaltung wird jedes Jahr von der unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft DHPG geprüft und bis heute wurde uns immer eine korrekte Buchhaltung und Spendenverwendung bestätigt. Zusätzlich wurde das Buchhaltungsjahr 2010 von zwei Kassenprüfern, die von der neuen Mitgliederversammlung bestimmt wurden, überprüft und ebenso eine korrekte und einwandfreie Arbeit der Buchhaltung bestätigt. Wie in der Vergangenheit, so auch heute setzen wir alles daran, dass alle Spenden dem Spenderwillen nach korrekt verwendet werden.
Trotz der schweren Krise unseres Werkes spüren wir die Gegenwart und die Gnade Gottes. Es tut uns sehr leid, dass wir aufgrund dieser Krise gute Mitarbeiter entlassen und einige Projekte aufgeben mussten. Es schmerzt uns auch, dass unsere Mitarbeiter und Missionare, die mit der Firma TXL keine Berührungspunkte hatten, in Mitleidenschaft gezogen wurden und das Vertrauen mancher Unterstützer verloren haben. Doch haben in dieser Zeit unsere Missionare und Mitarbeiter die gemeinsame Vision von Mission nicht aus den Augen verloren. Sie sind ihrer Berufung mit voller Hingabe gefolgt und haben die Missionsprojekte im In- und Ausland im Vertrauen auf Gott weiter vorangetrieben.
Ein Neuanfang
Bereits im Herbst letzten Jahres haben wir durch die Umbesetzung des Vorstandes eine Umstrukturierung der Gremien des Werkes begonnen. In der ersten Jahreshälfte 2011 haben wir eine neue Mitgliederversammlung und daraus einen neuen Vorstand gewählt. Die Mitgliederversammlung besteht nun aus Verantwortungsträgern verschiedener Gemeinden. Es war uns dabei wichtig, die Verantwortung in den Entscheidungsprozessen auf viele Schultern zu verteilen und damit auch die Nähe zu den verschiedenen Gemeinden zu stärken. Wir sehen uns nach wie vor als der verlängerte Arm der Gemeinden. Nur durch solche Zusammenarbeit können wir gemeinsam den Missionsauftrag nach Matthäus 28 effektiv und zielorientiert ausführen.
„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“
Matth. 28:19-20
Die neue Mitgliederversammlung hat eine Arbeitsgruppe gebildet, um die Ursachen der Krise zu erörtern. Bei der letzten Sitzung der Mitgliederversammlung im Mai hat die Arbeitsgruppe ihre Ergebnisse vorgelegt und folgende Empfehlungen ausgesprochen:
a) Jegliche Unterstützung des Missionswerkes durch Unternehmen und Firmen sollte in Zukunft ausschließlich auf derselben Basis wie der anderen Spender (Gemeinden, Werke, Privatpersonen) geschehen.
b) Die Verantwortung für Entscheidungen jeglicher Art soll auf die Schultern des Leitungskreises bzw. des Vorstands verteilt werden.
c) Es wird empfohlen, dass der bestehende Vorstand umgestaltet wird.
d) Die Verantwortungsbereiche der einzelnen Gremien, wie des Leitungskreises, des Vorstandes und der Mitgliederversammlung, sollen klarer kommuniziert werden.
Der neue Vorstand setzt sich nun wie folgt zusammen:
Wagner, William - Vorsitzender (Petaluma, USA)
Penner, Johann - 1. Stellvertreter (Niederbreitbach)
Harder, Waldemar (Bonn Beuel)
Tissen, Jakob (Porta Westfalica - Lerbeck)
Peters, Andreas (Porta Westfalica - Veltheim)
Mit aller Anstrengung arbeiten wir jetzt auch an einem personellen Neuanfang. Anstelle eines Missionsleiters wird nun ein Missionsleitungsteam aufgebaut. Dadurch hoffen wir, den vielfältigen Aufgaben in der Leitung des Werkes noch besser nachzukommen und unsere Mitarbeiter in der jeweiligen Arbeit zu fördern und zu unterstützen. Wir alle wissen, dass der große Missionsauftrag noch lange nicht erfüllt ist. Deshalb wollen wir mutig voran gehen, um die Gute Nachricht in Wort und Tat bis ans Ende der Welt zu bringen. Hierin bitten wir Sie sehr um Ihre Unterstützung im Gebet. Wir sind uns dessen zutiefst bewusst, dass wir uns alle in der Hand Gottes befinden und von ihm abhängig sind.
Unsere Vision und Mission
Nach wie vor halten wir an unserer Vision fest:
„Menschen aus allen Nationen, Völkern und Stämmen beten in allen Sprachen Gott an.“
All unser Denken und Handeln ist darauf ausgerichtet diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Die Mission lautet: „Machet zu Jüngern alle Völker!“
Mit diesen Strategien beschreiten wir weiterhin mit Gottes Hilfe den Weg:
Evangelisation
Christus selbst ist das Evangelium, die frohe Botschaft Gottes für uns! Er ist das wunderbarste Wort und die großartigste Tat Gottes. Und so wollen wir ihn auch verkündigen – mit dem gepredigten Wort und der praktischen Liebe. Hilfe für Menschen in Not und die Botschaft des Evangeliums gehören für uns zusammen.
Gemeindegründung
Mit der evangelistischen Arbeit wollen wir zur Entstehung von neuen Gemeinden beitragen. Wenn Neubekehrte nicht den Weg in eine Gemeinde finden, dann kann die Evangelisation umsonst gewesen sein. Gemeindegründung ist die effektivste Evangelisation!
Schulung
Wir wollen Christen schulen, um sie zu besseren Mitarbeitern für Gemeinde und Mission zu machen. Mit Hilfe von Jüngerschaftskursen und einer fundierten biblischen Ausbildung wollen wir einheimische Mitarbeiter befähigen, ihr Volk selbst evangelistisch zu erreichen.
Als Grundsätze dienen uns folgende Punkte:
Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen die Möglichkeit bekommen, das Evangelium zu hören, verstehen und anzunehmen.
Wir zeigen die Liebe Gottes zu den Menschen durch praktische Hilfe für jene, die in Not sind.
Wir dienen den lokalen Gemeinden, indem wir ihnen helfen, sich in der Weltmission einzusetzen und Missionare auszusenden.
Wir helfen Christen, die von Gott in den Missionsdienst berufen sind, ihre Berufung zu erkennen und zu erfüllen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, dann wenden Sie sich doch bitte an uns. Wir sind sehr daran interessiert, Klarheit und Transparenz zu schaffen.
Wir hoffen und beten, dass - wo immer Vertrauen verloren gegangen ist - wir es mit Gottes Hilfe wieder gewinnen können und danken denen, die bis jetzt treu die Arbeit mit Gebet und Spenden begleitet haben.
Bitte unterstützen Sie unsere Mitarbeiter, Projekte und das gesamte Werk auch weiterhin mit Gebet und, wenn es möglich ist, auch finanziell.
Mit herzlichen Segenswünschen
Prof. Dr. Dr. William Wagner
Waldemar Harder