Das Gebiet Myagi wurde am härtesten getroffen. Bestätigte Todesfälle: 4 882, aber die Behörden glauben, dass diese Zahl über 15 000 liegen wird.
Zurzeit leben 367 141Menschen in 2 300 Notunterkünften. Ca. 10 000 kehren pro Tag in ihre Gebiete zurück, sobald die Wasser- Stromversorgung wiederhergestellt wird.
21 000 Menschen sind bereits in anderen Gebieten des Landes untergebracht worden, wo sie bei ihren Familien, Ferienhäusern, Freunden usw. leben.
Die Regierung hat den Bau von 30 000 Häusern/Unterkünften in Auftrag gegeben. Der Standard für ein solches Haus ist: 30 qm und ca. 30 000 $ pro Haus.
Analyse
Die Regierung hat eine Behörde – Civil Home Defense force – die sich mit Katastrophe beschäftigt. Fast 134 000 Personen wurden bereits mobilisiert. Die Regierung ist für Katastrophenfälle vermutlich besser vorbereitet, als irgendeine andere in der ganzen Welt. Das limitiert aber auf der anderen Seite die Aktivität der Hilfsorganisationen – sowohl der nationalen als auch internationalen – in dem, was sie tun können.
Die japanische Regierung verlangt die Offenlegung aller Hilfsgüter und Finanzen, die von ausländischen NGOs gesammelt und/oder eingesetzt werden (Transparenz).
Sie empfiehlt, dass NGOs keine Hilfsgüter ohne Absprache mit der Regierung senden.
Such- und Rettungsaktionen sind nur solchen Rettungsmannschaften erlaubt, die von der Regierung genehmigt wurden.
Sie empfiehlt den NGOs mit ihren Aktionen abzuwarten, bis sich die Situation in den betroffenen Gebieten klärt.
Aktionen
Ein Assessmentteam wurde zusammengestellt, das auch das Personal in Japan einbezogen hat. Das Team ware innerhalb von 48 Stunden nach dem Erdbeben im Lande und traf sich mit Mitarbeitern der IMB und mit japanischen Baptisten. Wegen des Chaos, das mit einer solchen Katastrophe einhergeht und insbesondere wegen der Bedenken im Zusammenhang mit der Radioaktivität, war das Team in seinen Aktionen sehr eingeschränkt, bemühte sich aber, Hilfsaktionen über japanische Partner/Organisationen zu initiieren.
Ein zweites Team wurde hingeschickt, um die Aktionen zu koordinieren. Die Ziele sind:
Weitere Beurteilung und Einschätzung der Situation. Die Gefahr der Radioaktivität ist hoch.
Erstellung von täglichen Berichten über eingeleitete Schritte, Herausforderungen und Möglichkeiten.
Einrichtung einer Kommandozentrale – vermutlich in der Tokio Baptistengemeinde.
Einrichtung einer Kommandostruktur mit Freiwilligen aus dem Ausland und japanischen Helfern in Lande.
Aufbau einer Zusammenarbeit mit anderen Partnern in Lande (Tokio Baptist Gemeinde, Japan Baptist Convention, u.a.) und im Ausland.
Start von einigen strategischen Projekten in Zusammenarbeit mit den Partnern.
Kontakte mit der UN, der japanischen Regierung usw. herstellen.
Sicheren Geldfluss herstellen
Es wird nach Personen in den USA gesucht, die japanisch und englisch sprechen, die man dann eventuell vor Ort einsetzen kann. In diesem Zusammenhang ist die Frage von Visas wichtig. Man kann mit einem Touristenvisum nach Japan einreisen, aber nicht arbeiten. Es ist noch zu klären, wie es sich in der jetzigen Situation verhält.
Herausforderungen
Die japanische Regierung überwacht die Hilfsaktionen
Sprache und kulturelle Barrieren
Eine große Sorge ist die Radioaktivität.
Die üblichen Einsätze von Freiwilligen – Such- und Rettungsaktionen, medizinische Hilfe, Essensausgaben, usw. können wegen Regierungseinschränkungen schwierig sein.
Möglichkeiten
Zusammenarbeit mit unseren japanischen Brüdern und Schwestern. Das ist eine besondere Möglichkeit, sie und die Gemeinden in Japan allgemein zu stärken. Japan hat weniger als 1 % Christen und das könnte Gottes Fenster sein, um das Licht der Christen zu stärken.
Einsatz von spezialisierten und strategischen Freiwilligenteams von außerhalb, um zusammen mit unseren japanischen Partnern Ermutigung, Unterstützung und Training zu bieten.
Lokale Partner
Tokio Baptistengemeinde
Der japanische Baptistenbund
Japanische Baptistenunion mit mindestens 12 Gemeinden, die im Katastrophengebiet betroffen sind.
Andere christliche Gruppen und Partner, die japanische Regierung, UNO usw.