Aktueller Bericht über die Situation in Japan
Zusammenfassung eines Berichts von Baptist Global Response (BGR), die im Katastrophengebiet mit zwei Teams tätig sind. Wir leiten zurzeit die eingehenden Spenden an BGR weiter.
Überblick:
Eines des Teams geriet in ein Erdbeben der Stärke 6,5 mit einem anschließenden kleinen Tsunami, aber keiner wurde verletzt.
Das Team #2 ist gemeinsam mit Vertretern des japanischen Baptistenbundes am 28. März in die Gegend von Sendai, Ishinomaki und Tagajo gereist. Der erste Stopp war eine Schule in Ishinomaki, wo ca. 600 Personen untergebracht sind. Dort wurden verschiedene Hilfsgüter ausgeteilt – Schlafmatten, Kleidung, usw.
Dann besuchte das Team die Glory Christ Church Eiko. Die Kirche erlitt nur wenige Beschädigungen, aber auf dem offenen Gelände liegt sehr viel Schlamm. Vor allem fehlt in der Gemeinde Brennstoff für Heizung und das Team konnte ihnen aushelfen.
Danach fuhr das Team weiter zur Shiogama Bible Baptist Church. Dort wurden Socken, Schuhe, Handschuhe und andere Kleidungsstücke verteilt. Auch Konserven, Trockenmahlzeiten und Brennstoff wurden dort gelassen.
Eine Beobachtung ist, dass die Menschen im Katastrophengebiet erschöpft sind. Es gibt viele nationale Helfer von außen, aber die Menschen vor Ort sind durch die Situation überfordert und ermüdet. Es ist extrem kalt, Wasser und Nahrungsmittel sind nicht ausreichend vorhanden und insbesondere fehlt Brennstoff.
Nachdem die Menschenmassen das Gemeindehaus verlassen haben, konnten die japanischen Mitarbeiter auch mit dem Pastor und seiner Frau reden und sie ermutigen.
Ein lokales Team begleitete uns ins Tsunamigebiet der Stadt, um die Verwüstungen zu zeigen.
Der Rest der Hilfsgüter wurde in einem Verteilungszentrum aufgegeben, das von der Baptistengemeinde empfohlen wurde und die Mitarbeiter der japanischen Gemeinde kehrten dann nach Tokio zurück.
Team # 2 übernachtete in der Taitomi Baptistengemeinde. Am nächsten Tag besuchte das Team die Yoshioka Baptistengemeinde. Der Pastor ist bereits 86 Jahre alt, hat aber immer noch ein großes Herz und Anliegen für die Menschen im Ort. Auch hier wurden Hilfsgüter hinterlassen, damit die Gemeinde sie unter Bedürftigen verteilen kann. Der Pastor bot außerdem die Räumlichkeiten aus Basis für die Teams an, die als Helfer ankommen.